Karrierewege für
Holz- und Bautenschützer

Ausbildung
&
Weiterbildung / Karriere

Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer

Holz- und Bautenschützer ist ein anerkannter handwerklicher Ausbildungsberuf. Die dreijährige Ausbildung gliedert sich in die Fachbereiche Holzschutz und Bautenschutz. Wer sich für dieses Handwerk interessiert, sollte Freude daran haben, an der Erhaltung von Bauten für die Zukunft zu arbeiten. Vor allem Bautenschützer sind durch die vermittelten Inhalte und Kenntnisse der Ausbildung qualifiziert, in der Betoninstandsetzung zu arbeiten.

Bautenschützer untersuchen und bewerten Schädigungen an Gebäuden oder Gebäudeteilen und beheben sie anschließend. Weitere Aufgabenfelder sind das Abdichten von Gebäuden, das Schützen von Oberflächen an Wänden und Bodenflächen sowie präventive Schutzmaßnahmen vorzunehmen.
Holzschützer untersuchen und bewerten Schäden entsprechend an Holzbauteilen und beheben sie. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung holzzerstörender Insekten, dem Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall und dem Durchführen präventiver Maßnahmen.

Gehalt und Aufbau der Ausbildung
Jährlich erhöht sich das Ausbildungsgehalt innerhalb der Dauer der Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer. Es gliedert sich in drei Stufen, beginnend mit ungefähr 600-700 Euro brutto im ersten Jahr, im zweiten liegt es zwischen 800-1100 Euro brutto und steigert sich im dritten Jahr auf 1050-1350 Euro brutto pro Monat.

Verdienst in der Ausbildung zum
Holz- und Bautenschützer

1. Ausbildungsjahr:
600-700€ brutto
2. Ausbildungsjahr:
800-1100€ brutto
3. Ausbildungsjahr:
1050-1350€ brutto

Gesellen-Gehalt als
Holz- und Bautenschützer

Einstiegsgehalt:
2.000-2.500
Weitere Informationen bei der Bundesagentur für Arbeit

Weiterbildung und Karriere als Holz- und Bautenschützer

Betriebliche Spezialisierung (Weiterbildung der Kenntnisse)
Als Berufseinsteiger nach der Ausbildung verdienen Holz- und Bautenschützer im Durchschnitt ein Gehalt von 2.000 bis 2.900 Euro brutto pro Monat. Je nach Betrieb können Holz- und Bautenschützer die in der Ausbildung erlernten Kenntnisse weiterbilden und sich spezialisieren, bspw. in einem Betrieb der Betoninstandsetzung.

Holz- und Bautenschützer in der Betoninstandsetzung
Vor allem Bautenschützer sind in der Betoninstandsetzung gut aufgehoben. Ihre Kenntnisse über die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz von Bauwerken vor Wasserschäden und dem Behandeln von Oberflächen sind für die Betoninstandsetzung nützlich. Der größte Feind des Betons ist die Witterung und Bautenschützer können hier ihre Expertise der Ausbildung einbringen und die beruflichen Chancen der Branche nutzen.

Aufstieg zum Vorarbeiter/ Kolonnenführer
Mehr Arbeitserfahrung und Qualifizierung lässt auch den Verdienst eines Holz- und Bautenschützers steigen. Lohnenswert ist nach mehrjähriger Arbeitserfahrung auch die Ernennung zum Vorarbeiter bzw. Kolonnenführer. Für Bautenschützer, die in der Betoninstandsetzung arbeiten, wird dafür eine Weiterbildung vorausgesetzt, die mit dem SIVV-Schein abschließt. Als Vorarbeiter/ Kolonnenführer erhöht sich der Verdienst für Holz- und Bautenschützer in der Regel zwischen 2500 und 3600 Euro brutto im Monat.

Aufstieg zum Meister
Das Ablegen einer Meisterprüfung zum anerkannten Meister für Holz- oder Bautenschutz bietet einen weiteren Schritt auf der handwerklichen Karriereleiter. Die zweijährige Weiterbildung in Vorbereitung auf die Prüfung erfolgt meist in Teilzeit neben dem Beruf, kann aber auch in 6-12 Monaten in Vollzeit absolviert werden. Als Meister für Holz- oder Bautenschutz ist man berechtigt einen eigenen Betrieb zu gründen, eigene Lehrlinge auszubilden oder auch eine Führungsposition in einem größeren Betrieb zu übernehmen. Durch diese Qualifikation kann sich das Gehalt auf bis zu 3200 bis 4500 Euro brutto im Monat erhöhen.

Aufstieg zum Ingenieur
Das Anschließen eines Ingenieurstudiums ermöglicht das Emporsteigen auf der Karriereleiter. Dafür gibt es verschiedene Varianten des dualen Studiums, die sich für bereits Berufstätige eignen – das berufsintegrierende und das berufsbegleitende duale Studium:

Berufsintegrierendes duales Studium: Die Zeit für das Studium wird in dieser Variante von der Haupttätigkeit im Betrieb abgezogen. Das bringt zwar auch eine Anpassung des Gehalts an die reduzierte Arbeitszeit mit sich, der Studierende hat aber auch mehr Zeit um das Studium zu absolvieren.

Berufsbegleitendes duales Studium: Dieses Modell ist vergleichbar mit einem Fernstudium und der Studierende muss dem Studium nach der Arbeitszeit am Abend und in der Freizeit nachgehen. Der Betrieb gewährt aber im Falle studienrelevanter Termine, die in der Arbeitszeit liegen, dennoch freie Tage.

Im Studium wird das wissenschaftliche und praktische Grundlagenwissen vermittelt, das rund um die Planung, statische Berechnung und Ausführung von Ingenieurbauten notwendig ist. Der Bachelor of Engineering (B.Eng.) bildet den Abschluss. Bauingenieure können anschließend mit der Planung, Leitung und Durchführung von Bauwerkskonstruktionen zwischen 3.300 und 6.500 Euro brutto im Monat verdienen.