Jungen Berufsanfängern in der Baubranche ist vor allem der Spaß an ihrer Arbeit wichtig und über die Hälfte der aktuell nicht in der Baubranche tätigen Bau-Fachkräfte kann sich vorstellen zurückzukehren. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des F.A.Z.-Fachverlags in Zusammenarbeit mit Soka-Bau. Im Rahmen der Studie wurden 1400 Berufsanfänger, junge Bauprofis und ausgebildete Bau-Fachkräfte, die aktuell nicht in der Baubranche tätig sind, nach ihren Einstellungen, Erwartungen und Zukunftsplänen in Bezug auf ihre berufliche Karriere befragt.

Spaß an der Arbeit ist besonders wichtig

Sehr wichtig ist für die Befragten vor allem der Spaß an ihrem Bauberuf und die Möglichkeit das Erlernte auch im Privaten anwenden zu können. Natürlich spielt aber auch die berufliche Perspektive für die meisten eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl. Weniger Einfluss auf diese Entscheidung hingegen hat die Meinung der Eltern und die Tatsache, dass Bekannte oder Verwandte bereits in der Baubranche arbeiten.

Diejenigen, die sich bereits für eine Ausbildung in der Baubranche entschieden haben, sind mit ihren Ausbildungsinstitutionen meist zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das gilt sowohl in Bezug auf die jeweiligen Ausbildungsbetriebe und überbetriebliche Ausbildungszentren, als auch für die Berufsschulen. Insgesamt sind 92 Prozent der befragten Azubis mit ihrer Ausbildung zufrieden. Das spricht natürlich für die hohe Qualität der Ausbildung in der Bauwirtschaft.

Ein sicherer Arbeitsplatz und ein gutes Gehalt ist entscheidend

Perspektivisch gesehen ist den Auszubildenden sowohl die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes, als auch ein gutes Gehalt sehr wichtig. Betriebe können daher bereits im Vorfeld punkten, wenn sie gute Übernahmemöglichkeiten oder sogar -Garantien bieten und ihren Mitarbeitern weitere Aufstiegsmöglichkeiten ermöglichen.

Für Zwei Drittel der befragten Azubis kommt nämlich eine Meisterlehre in Frage. Knapp die Hälfte möchte es zum Polier bringen und fast ein Drittel strebt sogar ein Studium nach dem Abschluss der Ausbildung an.

Das Internet als Anlaufstelle Nummer Eins für Interessiert

Die Informationen über den Ausbildungsberuf haben sich die Azubis zu großen Teilen aus dem Internet beschafft. Knapp 80 Prozent gaben das an und immerhin 12 Prozent haben sich insbesondere über die sozialen Medien wie Facebook informiert. Neben den herkömmlichen Anlaufstellen wie Schulen, Berufsmessen und der Agentur für Arbeit, sollten Ausbildungsbetriebe daher ihren Internetauftritt auch in Bezug auf die Fachkräftesicherung optimieren und in den sozialen Medien präsent sein.

Die hälfte der Ex-Bauprofis kann sich eine Rückkehr vorstellen

Über diese Kanäle können die Unternehmen dann möglicherweise auch bereits ausgebildete Fachkräfte erreichen, die aktuell nicht in der Baubranche aktiv sind, um sie zurückzugewinnen. Über die Hälfte von ihnen kann sich nämlich eine Rückkehr in die Bauwirtschaft vorstellen.