Im Oktober fand die WM der Berufe, WorldSkills, in Abu Dhabi statt. Bei dem zum 44. Mal von WorldSkills organisierten Wettbewerb traten über 1300 Teilnehmer im Alter von weniger als 23 Jahren in 51 nicht-akademischen Berufsdisziplinen gegeneinander an. Unter den 46 Teilnehmer-Nationen war auch eine deutsche Auswahl, die mit 42 Frauen und Männern aus Industrie, Handwerk und dem Dienstleistungsbereich in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate anreiste.

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Die Stahlbetonbauer Medin Murati und Timo Schön waren zwei der erfolgreichsten Deutschen und konnten ihre Leistung am Ende der vier Wettkampfstage trotz schwieriger klimatischer Bedingungen mit der Silber-Medaille krönen. Ebenfalls Silber holte der 19-jährige Patrick Gundert aus Rheinland-Pfalz im  Demonstrationswettbewerb „Water Technlogy“. Der jüngste deutsche Teilnehmer, der Berliner Jonas Wanke (17 Jahre), erreichte einen hervorragenden dritten Platz im Skill „IT Software Solutions for Business“. Bronze gab es auch für den Autolackierer Jonas Heinze aus Hessen, der zusätzlich als Punktbester im deutschen Team mit dem Titel „Best of Nation“ geehrt wurde. 19 weitere deutsche Teilnehmer wurden zudem mit Exzellenzmedaillen für ihre besondere Leistungen ausgezeichnet. Damit kehrt mehr als die Hälfte der deutschen Teilnehmer mit einer WM- Auszeichnung in die Heimat zurück.

Insgesamt belegte die deutsche Delegation damit punktgleich mit Finnland einen guten 12. Platz, während sich China unangefochten den ersten Platz mit 15 Gold-, sieben Silber-, 8 Bronze- und 12 Exzellenzmedaillen sicherte.

Die Berufe-WM WorldSkills wurde erstmals 1950 ausgerichtet. Seit 1989 findet sie alle zwei Jahre statt. 2013 wurde der Wettbewerb in Leipzig veranstaltet. Damals sicherte sich das deutsche Team sogar den 7. Platz. Die nächste WM der Berufe wird im Jahr 2019 im russischen Kazan ausgerichtet.