Eine Bundesregierung im (umweltschädlichen) Bauwahn

Trotz der anhaltenden Klimadebatte wird an vielen Orten in Deutschland nicht klimafreundlich saniert, sondern umweltschädlich neu gebaut. Im ganzen Bundesgebiet entstehen für Ministerien, Behörden, Kasernen und Forschungseinrichtungen des Bundes neue Gebäude. Damit ist der Bund der größte öffentliche Bauherr Deutschlands. 

Gebäude des Bundes werden nicht instandgesetzt, sondern abgerissen
Im Dezember 2018 hat sich das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung dazu entschlossen, dass 1964 in der DDR gebaute Gebäude des ehemaligen Außenhandelsbetriebs Wiratex abzureißen. Zuletzt beherbergte es Abteilungen der Bundestagsverwaltung und die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. Ein ähnliches Schicksal steht wohl auch anderen Immobilien des Bundes bevor. Besonders ironisch ist dabei ein neuer Beschluss des Umweltbundesamtes, das eigentlich in einer Broschüre empfiehlt: "Lieber den Bestand verbessern, als neu bauen". Trotzdem soll in Berlin für das Umweltbundesamt ein bestehendes Gebäude nicht saniert, sondern durch ein neues ersetzt werden. Ein Grund für den Neubau: Die Fassade entspricht nicht den heutigen energetischen Anforderungen.

Eine Bundesregierung im Bauwahn
Das ehemalige Gebäude von Wiratex und der Neubau des Umweltbundesamtes sind keine Einzelfälle. In Deutschland wird an allen Ecken gebaut. Ein paar Beispiele: In Bonn entsteht ein neuer Komplex des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Hessen bekommt eine neue Zentrale für das Bundeskriminalamt und in Rheinland-Pfalz entstehen neue Gebäude für die Bundeswehr. Besonders viel wird aber in der Bundeshauptstadt Berlin gebaut. Hier ist nicht nur ein Neubau für das Bundeskanzleramt geplant, sondern auch das Arbeitsministerium und das Innen- sowie Außenministerium dürfen sich über neue Gebäude freuen. In Sachen Sanierung von Gebäuden ist die derzeitige Bundesregierung damit ein schlechtes Beispiel. 

Aber warum werden an so vielen Stellen neue Gebäude gebaut und keine Bestandsliegenschaften saniert? Union und SPD haben 2013 vereinbart, den Gebäudebestand des Bundes an die Klimaziele anzupassen und ihn fast "Klimaneutral" zu machen. Aber ist der Neubau von Gebäuden wirklich sinnvoll? Wäre es nicht klimafreundlicher, bestehende Gebäude zu sanieren?

Sanieren ist Umweltschutz
Glaubt man einem aktuellen Report der UNO, ist der Bausektor insgesamt für 38 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Damit ergibt der Abriss und Neubau von Gebäuden mit Blick auf die Klimaneutralität eigentlich keinen Sinn. Allerdings entscheidet sich die Bundesregierung dann für einen Neubau, wenn für die Modernisierung mehr als 80 Prozent der Kosten eines neuen Gebäudes veranschlagt werden. Aus finanzieller und repräsentativer Sicht mag das Sinn ergeben, trotzdem setzen sich Umweltverbände und der Bund deutscher Architekten und Architektinnen für einen Erhalt der Gebäude ein, da Neubauten den ambitionierten Zielen der Bundesregierung entgegenstehen.

Finanz- und Innenministerium diskutieren seit Monaten über eine Regelung zur Oekologisierung von Bundesbauten. Mit diesem ist allerdings hinsichtlich der 80 Prozent-Regelung keine wirkliche Besserung in Sicht. Auch in der neuen Regelung soll ein Neubau der Sanierung vorgezogen werden, wenn für eine Modernisierung mehr als 80 Prozent der Neubaukosten anfallen würden.

Die anfängliche Klimabilanz von Gebäuden ist schlecht. Deswegen empfiehlt es sich, Gebäude möglichst lang zu nutzen und in regelmäßigen Abständen zu modernisieren. Die Betoninstandsetzung ist dabei ein zentrales Instrument, um die Bausubstanz den neuesten energetischen Anforderungen anzupassen.

Damit die Kosten für die Sanierung älterer Gebäude nicht die Erwartungen und Budgets übersteigen, ist eine regelmäßige Instandsetzung des Betons von großer Bedeutung. An dieser Stelle kommt der Betoninstandsetzer ins Spiel. Dieser bereitet beispielsweise den Betonuntergrund für die Instandsetzung vor, entfernt beschädigten Beton und ersetzt diesen durch neuen. Wie man die dafür nötige Qualifikation erreichen kann, erfahrt ihr hier. Bei Fragen rund um dieses Thema stehen wir jederzeit als Ansprechpartner bereit.

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