Auch in diesem besonderen Jahr 2020 sind wieder hunderttausende junge Auszubildende in das Berufsleben eingestiegen. Die Baubranche bildet dabei keine Ausnahme und nahm erneut eine Vielzahl von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf. Das eröffnet vielen jungen Menschen Jahr für Jahr spannende Perspektiven für ihre Zukunft. 

Doch nicht nur wegen der Corona-Pandemie ist dieses Jahr ein ganz besonderes. Es ist auch der erste Ausbildungsstart mit dem sogenannten neuen Berufsbildungsgesetz für die duale Ausbildung. Das Gesetz beinhaltet eine Mindestausbildungsvergütung, mehr Flexibilität bei einer Ausbildung in Teilzeit, neue Fortbildungsstufen wie "Bachelor Professional" und "Master Professional" sowie viele weitere Verbesserungen, mit dem Ziel, die Attraktivität der dualen Ausbildung zu steigern.

Die Vorteile der dualen Ausbildung
Mit dem dualen System werden in Deutschland besonders geschulte Fachkräfte ausgebildet. Der grundlegende Vorteil: Durch die enge Verzahnung von Berufsschule und Betrieb setzen die Lehrlinge ihre neuen theoretischen Erkenntnisse direkt in die Praxis um. In der Ausbildung zum Maurer lernen sie bspw. in schulischen Fächern wie Bauwirtschaft und Bautechnik, wie sie mit Baugeräten und -maschinen richtig umzugehen haben und können ihr Wissen im Ausbildungsbetrieb direkt in die Tat umsetzen.

Ein weiterer Vorteil an dem dualen Ausbildungsweg in das Berufsleben ist auch der oftmals leichte und schnelle Einstieg in das Unternehmen nach dem Ende der Ausbildung. Über 70 Prozent der Absolventinnen und Absolventen wurden zuletzt von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Und auch nach der Ausbildung muss nicht Schluss sein mit der Weiterbildung. In den verschiedenen Berufen steht eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die betriebliche Spezialisierung zum Betoninstandsetzer ist eine davon. 

Das neue Berufsbildungsgesetz und seine Änderungen
Durch das am 1. Januar 2020 in Kraft getretene modernisierte Berufsbildungsgesetz kommt es zu zahlreichen positiven Entwicklungen für den Ablauf der dualen Ausbildung. Beispielsweise wird der Freistellungsanspruch gestärkt. Das heißt, dass Auszubildende an einem Tag der pro Woche nicht mehr in den Betrieb zurückkehren müssen, wenn der Berufsschulunterricht länger als fünf Unterrichtsstunden (225 Minuten) dauert. Außerdem müssen sie am Tag vor ihrer schriftlichen Abschlussprüfung nicht mehr arbeiten und können sich auf das Examen konzentrieren. Welche weiteren Änderungen das neue Berufsbildungsgesetz mit sich bringt sowie weitere Informationen zur dualen Ausbildung finden sich auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung www.die-duale.de.