Zu Beginn des Jahres hätte wohl niemand damit gerechnet, dass die weltweite Wirtschaft wegen eines Virus ins Straucheln gerät. Mittlerweile gehört es zur Normalität, dass sich die Bevölkerung aufgrund der gesundheitlichen Risiken mit Beschränkungen im Alltag arrangieren muss und auch die wirtschaftlichen Folgen zu spüren bekommt. Aufgrund vorübergehender Schließungen, veränderter Nachfrage und komplexen Lieferketten kämpfen viele Unternehmen um ihr finanzielles Überleben, während ganze Branchen vor immensen Herausforderungen stehen. Doch inwieweit trifft die Corona-Krise die Betoninstandsetzung? Diese Frage diskutiert Marco Götze, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V., mit dem Journalisten Michael Henke in einem Interview für B+B - Bauen im Bestand.

Der Arbeitsschutz hat höchste Priorität
Die Baubranche darf sich glücklich schätzen: Im Gespräch erklärt Marco Götze, dass ein Großteil der Einschränkungen für die Baubranche nicht gelte und die Betriebe ihre Arbeit weitestgehend "normal" fortsetzen können. "Deshalb gilt es aber umso mehr, sich über die aktuellen Regelungen zum Arbeitsschutz auf dem Laufenden zu halten", betont Götze. Da keine einheitliche Regelung bestehe, müssen sich die Unternehmen kontinuierlich über die  unterschiedlichen Richtlinien der verschiedenen Behörden und Einrichtungen hinsichtlich der Abstands- und Hygieneregeln informiert halten und alle Neuerungen sofort an die Belegschaft weitergeben.

Götze: "Sichere Gebäude sind systemrelevant"
Der Vorsitzende der BGIB ist sich bewusst, dass vor allem die Betoninstandsetzung privilegiert sei. Es kann  weitergearbeitet werden, was somit während der aktuellen Krisensituation Arbeitsplätze sichert. Außerdem sei ein Vorteil, dass die Betriebe kaum auf Lieferungen aus dem Ausland angewiesen sind und die Versorgung mit Baustoffen daher nicht beeinträchtigt werde. Dies sei jedoch alles nichts wert ohne den Zusammenhalt der Mitarbeiter: Götze hebt den "erstaunlichen Chorgeist" der Belegschaft hervor und zollt dem Personal der Branche seinen größten Respekt. Als krisensichere Branche erwartet die Betoninstandsetzung somit trotz Pandemie eine positive Zukunft.

Das vollständige Original-Interview können Sie hier nachlesen: www.bauenimbestand24.de/unsere-projekte-laufen-noch-weiter/150/76313/